Schrein mit Reliquien von Louis und Zélie Martin im Hauensteiner Kloster

20. Juni 2018
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HAUENSTEIN. Besonderen Besuch erwartet das Hauensteiner Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen: Am Dienstag, 26. Juni, erwarten die Schwestern des Konvents den Schrein mit Reliquien von Louis und Zélie Martin in den Klostermauern, der auf einer Reliquienreise mit Stationen in Deutschland, Österreich und Frankreich auch in Hauenstein Halt macht.

Louis (1823 – 1894) und Zélie Martin (1831 – 1877) wurden 2015 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Sie sind die Eltern der Heiligen Thérèse von Lisieux, die schon als Fünfzehnjährige in das Karmelitinnenkloster in Lisieux eintrat.  Sie wollte den Weg der Einfachheit gehen und Gott gerade in den kleinen und einfachen Dingen des alltäglichen Lebens lieben.

„Ohne die religiöse Erziehung durch ihre Eltern wäre Thérèse nicht das geworden, was sie uns heute vorstellt“, heißt es in einer Einladung zu der Reliquienreise. Thérèse hat über ihre Eltern einmal gesagt: „Der liebe Gott hat mir einen Vater und eine Mutter gegeben, die des Himmels würdiger als der Erde sind.“ Fünf Töchter des Ehepaares wurden Nonnen.

In einer Beschreibung des Lebens des Ehepaares –Louis war Uhrmacher, Zélie fertigte als Spitzenmacherin Alençon-Spitzen- wird über deren große Frömmigkeit, ihre Spiritualität und ihr konsequentes Leben mit dem Kirchenjahr berichtet. Wichtig sei ihnen aber auch  „die ganz konkrete Hilfe für Menschen, die in Not geraten sind“, gewesen. Über das Leben von Louis und Zélie Martin, gibt es den Film „Auf dem Weg“, der unter www.loginafilmas.lv abgerufen werden kann.

Wie Schwester Agnes, die Priorin der Hauensteiner Klostergemeinschaft, und Schwester Elia mitteilten, werde der Reliquienschrein am Dienstag, 26. Juni, gegen 17 Uhr in Hauenstein erwartet. Auf die Ankunft wird Pfarrer Stabel um 16.30 Uhr einstimmen. Der Reliquienschrein wird mit Trompetenspiel von Boris Keiser begrüßt, ehe Pfarrer Robert Burger in der Klosterkirche das besondere Ereignis würdigt. Um 17.30 Uhr schließt sich ein „Lobpreis“ an, den die Jugend 2000 gestaltet. Um 18.30 Uhr beginnt eine feierliche Vesper mit eucharistischem Segen, es folgen um 19.30 Uhr ein gestalteter Rosenkranz, die Komplet, das Nachtgebet im Stundengebet, und bis 22 Uhr stilles Gebet.

Am Mittwoch, 27. Juni, beten die Schwestern bereits um 5.45 Uhr die Laudes, das Morgengebet der Kirche, der sich stilles Gebet und um 7.15 Uhr die Terz anschließt. Um 7.30 Uhr wird Bischof Karl-Heinz Wesemann zusammen mit Konzelebranten ein Pontifikalamt in der Klosterkirche zelebrieren, ehe der Reliquienschrein um 9 Uhr weiterreist nach Lisieux zur Basilika Heilige Thérèse. Der Schwesternkonvent lädt zu diesem religiösen Erlebnis ein. (ran)

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