Schützenhaus soll „Naturerlebniszentrum“ (NEZ) werden

15. April 2019
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Foto: Mit einem neuen Konzept bringen Selina und Simon Liebel wieder Leben ins Hauensteiner Schützenhaus. Als Naturerlebniszentrum und mit veganer Vitakostküche wird das Haus im Stopper künftig betrieben.! (ran)

HAUENSTEIN. Aus dem Dornröschenschlaf erwacht demnächst das Schützenhaus im Hauensteiner Stopper. Nachdem die Gaststätte längere Zeit leer stand, haben Selina und Simon Liebel die Räumlichkeiten renoviert und wollen am 27. April mit einem interessanten und ungewöhnlichen Konzept neu eröffnen: Das Schützenhaus soll nach den Plänen des Ehepaars zu einem „Naturerlebniszentrum“ (NEZ) werden, das Junge und Ältere gleichermaßen anspricht.

Das Konzept steht auf mehreren Pfeilern. Da ist zunächst die Gastronomie. Hier will man eine „vegane Vitalkostküche“ anbieten, wie es Selina Liebel nennt. „Wir werden keine Mega-Karte vorlegen“, sagt sie. Eine Suppe, einige Tagesgerichte werden den Gästen offeriert, wobei man aus „Spaß und Überzeugung“ Wert auf vegane Ausrichtung legt: „Es gibt so viele tolle Sachen zum Essen, die die Natur parat hat. Kraft- und Energie spendende Lebensmittel werden im Mittelpunkt stehen“, ergänzt Selina.

Gerichte mit Sprossen, mit Wildkräutern, mit Produkten, die frisch aus Biobetrieben und Naturkostläden der Region kommen, werden es sein. „Flammkuchen auf unsere Art“ soll es  ebenfalls geben. Gerne lässt man sich beim Kochen und Zubereiten über die Schulter gucken und so zum Nachmachen zuhause animieren.

Gegen den Durst wird es Säfte und Wasser mit Aroma aus eigener Herstellung geben und  auch –als Konzession an den Verpächter, den Schützenverein St. Georg- Biobier und Weine. In einem Schrank stehen bereits zahlreiche Gläser, die mit Tees aus eigener Herstellung gefüllt sind und zum Teil aus dem Garten von Selinas Mutter stammen. „Hier können unsere Gäste auswählen und ausprobieren.“ Kaffee kommt aus einer Landauer Rösterei.

„Für uns ist die Gastronomie Neuland“, gesteht Simon Liebel. Auch deshalb werde man das Projekt „sehr flexibel und offen“ führen. Gerne nehme man auch Ideen und Anregungen auf und wolle selbst sehen, was sich wie entwickeln lässt. Bei aller Motivation, auch Neuland zu testen, gilt: „Natürlich muss das Projekt wirtschaftlich sein“, sind sich die beiden Junggastronomen bewusst.

Die Gastronomie ist nur ein Aspekt, den die beiden im Stopper realisieren wollen. Ein zweiter Schwerpunkt –und damit wird der Begriff „Naturerlebniszentrum“ greifbarer- wird die „aktive Natur- und Umweltarbeit“ sein. Sie soll in Seminaren, Kursen und Workshops zu aktuellen Umwelt- und Gesundheitsthemen oder zu Fragen der Persönlichkeitsentwicklung geleistet werden. Es soll Exkursionen und Wanderungen geben, unter dem Begriff „Waldwellness“ soll ein bewussteres Walderleben möglich gemacht werden.

Hier hat das Ehepaar in den letzten Jahren auch Erfahrungen gesammelt: Selina Liebel ist Mitarbeiterin beim Esslinger „Aki“, einem Aktiv-Spielplatz, auf dem Kinder bereitgestelltes Material nach eigenen Ideen verarbeiten können: „Die Kinder brauchen nur wenig Anregung, sie sind ungemein kreativ“, berichtet die studierte Modedesignerin, die ihre erfolgreiche Karriere gestoppt hat, um „im Einklang mit der Natur“ leben und arbeiten zu können.

Simon Liebel ist gelernter Zimmermann und hat aus dem Beruf die „Liebe zum Holz“ in eine neue berufliche Situation mitgenommen. Zuletzt war er Mitarbeiter im Umweltzentrum Neckar-Fils in Plochingen, einer Einrichtung, die viel mit Schulklassen und Jugendgruppen arbeitet. „Die Erfahrungen, die wir bei unserer bisherigen Tätigkeit gesammelt haben, wollen wir jetzt in Hauenstein einbringen“, sagen die beiden.

Gerade Kinder sollen im Stopper ein reiches Angebot vorfinden. Eine Holz- und eine Steinwerkstatt werden gerade vorbereitet, im Vorraum des Schützenhauses werden Materialien zum Malen und Basteln bereitliegen. Gerne will man auch die Kitas und Schulen der Umgebung im Stopper willkommen heißen. Auch mit Gruppen, die den benachbarten Jugendzeltplatz gebucht haben, kann man sich vielfältige Formen der Zusammenarbeit vorstellen.

Nicht zuletzt: Im Stopper soll es künftig regelmäßig auch kulturelle Veranstaltungen geben: „Wir können uns vorstellen, dass Bands aus der Region bei uns auftreten“, sagen die Liebels und nennen auch die Möglichkeit einer „offenen Bühne“. Und wenn sich Bedarf zeigt, dann kann im Stopper auch getanzt werden…

 

Info:

Das Naturerlebniszentrum (NEZ) eröffnet am 27. April. Geöffnet ist es (zunächst) Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 19 Uhr. Zur Mainacht bietet man ein Lagerfeuer mit Feuerkünstlern an. Telefonisch ist das NEZ unter der Nummer 06392-9946737 erreichbar. (ran)

 

Schlägerei in Hauenstein
Hauenstein (ots) - In der vergangenen Nacht kam es auf einer Party in Hauenstein zu einer Auseinandersetzung, wo ein 21-Jähriger zunächst anfing herumzutoben und Gegenstände von den Tischen zu werfen. Als ein anderer Gast diesen zurechtweisen wollte fing er mit diesem Streit an, warf ihn zu Boden und trat diesen mit den Füßen. Der ebenfalls 21-Jährige erlitt hierbei eine Platzwunde am Hinterkopf. Ein weiterer Gast wurde ebenfalls von dem Beschuldigten geschlagen, weil er diesen offenbar verwechselte. Verletzt wurde dieser jedoch nicht. Der sehr wahrscheinlich unter Alkohol und Drogen stehende Beschuldigte war dann letztendlich so abgedreht, dass er an zwei vor Ort befindlichen Fahrzeugen die Außenspiegel abgetreten hat und eine Motorhaube zerkratzte. Der amtsbekannte Beschuldigte konnte vor Ort und auch an seiner Wohnadresse nicht angetroffen werden. An beiden Fahrzeugen sind Sachbeschädigungen von geschätzten 1300.- Euro entstanden. Gegen den 21-Jährigen wird ein Strafverfahren eingeleitet.

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Schlägerei endet in Zelle
Hauenstein (ots) - In der Nacht vom Samstag auf Sonntag kam es in einer Gaststätte in Hauenstein zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen. Die zwei Täter, ein 27-jähriger und ein 28-jähriger aus dem Landkreis, betraten im betrunkenen Zustand die Gaststätte und pöbelten die Gastwirtin und die Gäste an. Als ein Gast der Wirtin helfen wollte, schlugen die beiden um sich. Hierbei zog sich ein Gast einen Bruch des Nasenbeins zu. Die Wirtin erlitt Verletzungen am Hinterkopf. Durch die herbeigeeilten Polizeistreifen konnten die beiden Täter auf der Flucht gestellt werden. Da sich diese sehr aggressiv verhielten und weitere Ausschreitungen zu befürchten waren, mussten sie in Gewahrsam genommen werden. (Polizeidirektion Pirmasens)