Tante Paula trägt ihre Maske rund um die Uhr

29. April 2020
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Foto: Schon seit Wochen trägt Tante Paula, die von der Würzbürger Künstlerin Hilde Würtheim geschaffene Tonfigur, eine Mund-Nasen-Maske. (ran)

HAUENSTEIN. Da war Tante Paula, die getöpferte Dame, die seit fünf Jahren das Leben in einer Hauensteiner Straße von einer Ruhebank aus beobachtet und still genießt, ihrer Zeit deutlich voraus: Schon vor Ostern bekam die viel bewunderte und oft fotografierte Tonfigur, die von der Würzburger Künstlerin Hilde Würtheim geschaffen worden war, ihren Mund-Nasen-Schutz verpasst und trägt die „Alltagsmaske“ seither mit stoischer Gelassenheit.

Sie tut also genau das, was ab Montag im Supermarkt und in Bussen für uns alle zur Pflicht wird. Zum Einkaufen bricht die Dame, die sich je nach Jahreszeit und kalendarischen Festen immer mal wieder anders gewandet zeigt, zwar nicht auf, auch der öffentliche Nahverkehr ist für sie kein Thema, aber die Maske, die trägt sie – sogar rund um die Uhr.

Atemmasken sind jetzt überhaupt in –und hoffentlich bald auch- vor aller Munde. Die Gruppe „Frauenpower gegen Corona“ um Isabella Seibel hat mittlerweile fast 1250 Atemmasken genäht. Auch Birgit Jessl, ihre Schwester und deren Tochter haben in den vergangenen vier Wochen rund 500 Masken genäht. Die Masken aus ehrenamtlicher Näharbeit wurden an Pflegeheime, Krankenhäuser, Wohngruppen und Sozialstationen und auch ein Hospiz in Bad Dürkheim in der Region verschenkt.

„Sie wurden überall mit Dankbarkeit und erkennbarer Freude entgegengenommen. Und das hat uns alle sehr zufrieden gemacht“, berichten Isabella Seibel und Birgit Jessl fast wortgleich. Mittlerweile, so Birgit Jessl, seien Gummikitzen, die für die Masken benötigt werden, fast nicht mehr zu bekommen.

Zuletzt hätten auch mehrere Privatleute nach Atemmasken gefragt, die von beiden Gruppen gegen eine Spende bedient werden konnten. Mit der Öffnung der Geschäfte zum Wochenbeginn haben sich auch mehrere Geschäftsinhaber bei den Näherinnen gemeldet, damit sie ihr Personal rechtzeitig zum beginnenden Verkauf mit „Alltagsmasken“ ausstatten können. Hier fanden die Masken gegen eine Spende neue Besitzer. „So konnten wir 300 Euro an die ,Aktion Afrika‘ und 300 Euro an das Kinderhospiz ‚Sterntaler‘ weitergeben“, berichtet Isabell Seibel. Und Birgit Jessl konnte über 200 Euro an die „Kükenkoje“, den Förderverein der Frühchenstation der Uniklinik in Homburg, überweisen.

Vor dem Hintergrund der mittlerweile verfügten Maskenpflicht zählen die Masken zum Angebot mehrerer Geschäfte. Im Kaufhaus Ritter seien sie in diesen Tagen der „Renner“, wie Inhaberin Isabella Seibel berichtet. Dort kommen Masken, die die Schwanheimer Schneiderin Ursula Christmann gefertigt hat, zum Verkauf: „Sie kosten zehn Euro, zwei Euro davon gehen ebenfalls wieder als Spende an einen sozialen Zweck.“ (ran)

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Schwerverletzter Motorradfahrer nach Verkehrsunfall auf B48
B48, Rinnthal-Johanniskreuz (ots) - Am Sonntagmorgen kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der B48 zwischen Rinnthal und Johanniskreuz. Ein 30-jähriger Motoradfahrer befuhr als letzter einer Dreier-Gruppe die B48 von Rinnthal kommend in Fahrtrichtung Johanniskreuz. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der Motorradfahrer in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte anschließend mit einem Felsvorsprung. Der Fahrer wurde hierbei schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die B48 war zur Unfallaufnahme eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. An dem Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 12000 Euro. (Polizeidirektion Landau)