Tausende Besucher beim diesjährigen Hauensteiner Keschdemarkt

3. November 2021
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HAUENSTEIN. „Man spürt es: Die Leute wollen raus, wollen wieder unter Menschen sein und Feste feiern!“ Immer wieder wurde dieser Satz geäußert, wenn Beschicker oder Besucher die riesige Gästeschar beim Hauensteiner Keschdemarkt kommentierten. Herzhaftes und Köstliches aus und mit Keschde und vieles andere, was der Herbst und die Pfalz zu bieten haben, lockten am Sonntag tausende Besucher auf den Johann-Naab-Platz. Ein wichtiger Bestandteil aber fehlte.

Werfen wir einen Blick auf das schier unerschöpfliche Angebot, aus dem die Besucher je nach Gusto wählen konnten: Hier wurden Keschdepralinen getestet, dort ließ man sich eine „Stachelperle“, den Secco mit Keschdelikör, munden. Wer es herzhafter mochte, für den gab’s die Keschdebratwurst oder den Keschdesaumagen gegrillt im „Weck“ oder eingeschweißt zum Mitnehmen. Es gab Keschdebrot und Keschdekuchen, Keschdenudeln und Keschdesalami, Keschdehonig und Keschdeflammkuchen, Keschdesupp und Keschdewaffeln, Keschdeflocken, Keschdemehl, Keschdesenf, Keschdepesto, Keschdechutney…

Eine Spezialität aber fehlte: In den Jahren zuvor waren immer Kinder unter den Anbietern, die die in den Herbstferien gesammelten Keschde pfund- oder kiloweise anboten. Sie vermisste man in diesem Jahr. Der Grund: Die Natur hatte den Keschdetisch in den Wäldern heuer kaum gedeckt. Die Pfadfinder wollten eigentlich Keschde verkaufen. Nur: „In den Wäldern um Hauenstein gab’s nichts, auch bei Gossersweiler war unsere Suche nicht erfolgreich“, sagte Nicolas Kerth. Trösten konnte sich die Keschdeliebhaber aber dennoch: Im Angebot des Marktes fehlten geröstete Maroni nicht.

Auch abseits der Keschde wurde einiges geboten: „Latwerge“ –„Quetscheschlaeggel“- bot ein Bio-Bauer aus dem Elsaß an, Wurst- und Käsespezialitäten aus Lothringen und dem Elsaß waren zu haben. Es gab Produkte aus der Schäferei zu kaufen, Delikates für die Küche wie eine Hanf-Holunder-Vinaigrette oder ein Mango-Curry-Dressing, Öle in allen Variationen, frisch geräucherten Fisch und Kürbisse und alle möglichen Früchte und Gemüse des Herbstes.

Vor dem Genuss der „Keschdlichkeite“ hatten die Besucher freilich zwei Geduldsproben zu bestehen: Da war zum einen die Parkplatzsuche: Sowohl im alten Ortskern rund um den Festplatz als auch auf den anderen Dorfstraßen parkten die PKWs Stoßstange an Stoßstange. War das Auto endlich geparkt und der Weg zum Festplatz gebahnt, war erneut Geduld gefragt: Der Keschdemarkt lief unter den 3G-Regeln ab: Nur Geimpfte, Genesene und aktuell Getestete wurden eingelassen. Und weil am einzigen Zugang zum Festgelände konsequent kontrolliert wurde, gab’s zeitweise lange Warteschlangen.

Da hatte dann zwar der eine oder andere Motzki seinen Auftritt. Aber: „Das waren nur einzelne. Die überwältigende Mehrheit akzeptierte die Vorgaben. Und es hat auch prima geklappt. Wir hatten alles im Griff“, konnte Ortschef Michael Zimmermann am Abend feststellen. Übrigens: Wer keines der drei Gs vorweisen konnte, konnte in der Teststation des DRK getestet werden: Immerhin rund hundert Gäste nutzten diese Option.

Nicht nur wegen des Riesenangebots: Der herbstliche Markt hat Anziehungskraft weit über die Grenzen der Pfalz, wie die Kennzeichen auf den dicht belegten Parkplätzen belegten. Gäste kamen aus großen Teilen Badens, aus dem Saarland sowieso und aus der Rheinschiene bis hinauf nach Mainz. Sie füllten das Marktgelände so, dass manche Stände schon früh „ausverkauft“ melden mussten. Bereits gegen 15 Uhr hatte beispielsweise der MGV sein Riesenangebot an Kuchen unter die Leute gebracht. Der überaus gute Besuch wurde auch genutzt, um Einnahmen für die gute Sache zu generieren. So war der Freundeskreis Chile auf dem Markt ebenso vertreten wie die Aktion Afrika.

Am Abend, als sich die übergroße Gästeschar verlaufen hatte, konnten die Verantwortlichen ein überaus positives Resümee ziehen. An den Ständen gab’s ausnahmslos zufriedene Kommentare. Und Michael Zimmermann bilanzierte: „Der Aufwand hat sich gelohnt. Der Markt war trotz der Corona-bedingten Einschränkungen ein voller Erfolg. Die Mitarbeiter des Bauhofs und die Organisatoren um Eyislin Golbeck haben ganze Arbeit geleistet!“ (ran)

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, So 05. Dezember 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenfreie Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Die Führung dauert bis ca. 11.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Kontakt: RuheForst, Gemeinde Wilgartswiesen: 06392 4090177,
E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

Laserkontrolle
Dahn (ots) - Am Mittwochvormittag führte die Polizei Dahn in der Hauensteiner Straße eine Geschwindigkeitsüberwachung mit der Laserkontrolle durch. Hierbei wurden 25 Fahrzeugführer wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet. Der schnellste Fahrzeugführer war bei erlaubten 50 km/h mit 90 km/h unterwegs. Ihn sowie einen weiteren Fahrzeugführer erwarten neben einem Bußgeld auch ein einmonatiges Fahrverbot. Zwei jugendliche Rollerfahrer wurden mit Geschwindigkeiten deutlich über 25 km/h gemessen, obwohl sie lediglich in Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung waren. Gegen beide Fahrzeugführer sowie gegen die jeweiligen Fahrzeughalter mussten Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis bzw. Dulden des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet werden. Ein weiterer Pkw-Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Ein Alcotest ergab 0,45 Promille. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Weiterhin mussten noch zwei weitere Fahrzeugführer wegen Benutzung eines Mobiltelefons und wegen technischer Veränderungen am Fahrzeug beanzeigt werden. Wegen weiterer Verkehrsverstöße wurden noch vier Verwarnungen ausgesprochen und zwei Mängelberichte ausgestellt. Insgesamt ergaben sich bei der Kontrolle 4 Strafanzeigen, 13 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 18 Verwarnungen, 2 Mängelberichte sowie eine untersagte Weiterfahrt. (Polizeidirektion Pirmasens)