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Treppe am Backelstein ist gesperrt

HAUENSTEIN. Schon seit einigen Monaten ist der Zugang zum Aussichtsplateau des Backelsteins nicht möglich. Aus Sicherheitsgründen ist die Treppe an dem 58 Meter hohen Massiv gesperrt. Die Sanierung läuft, der Felsen wird aber wohl erst im Frühjahr wieder begehbar sein. Nicht zugänglich ist nun auch ein anderer Aussichtsfelsen.

Die Treppe, die sich an der Nordseite des Backelstein-Felsmassivs nach oben zieht, war ein Sanierungsfall. Die hölzernen Treppenstufen waren marode, das eiserne Treppengestell war in die Jahre gekommen und brauchte einen neuen Anstrich. Das Problem: An dieser Stelle ein Gerüst zu stellen, von dem aus die Arbeiten gefahrlos zu erledigen gewesen wäre, wäre außerordentlich aufwendig und teuer. Der Felsen ist mit Fahrzeugen nicht erreichbar, Materialien müssen aus dem Tal über den steilen Zuweg vom Wasgau-Freibad aus oder von oben über den Schusterpfad an Ort und Stelle gebracht werden.

Die Lösung: Die Pfälzer Kletterer unterstützten die Arbeiten, sodass auf das Gerüst verzichtet werden konnte. Die Kletterer Daniel Meyerer, Hans-Jürgen Cron und Andreas Bohn demontierten zunächst die alten Treppenstufen aus massiver Eiche. Sie waren, wie Andreas Bohn und Daniel Meyerer mitteilten, im unteren Wald- und Schatten-Bereich sehr marode, im oberen Bereich aber nur oberflächlich angefault, ein Beleg, wie dauerhaft die Eiche Wind und Wetter standhält.

Malermeister Andreas Bohn und seine Tochter Jasmin, ebenfalls Malermeisterin, führten dann im Auftrag der Ortsgemeinde die weiteren Arbeiten durch. Gesichert im Klettergurt –ähnlich wie bei Klettersteigen- wurde das Treppengestell abgeschliffen, gereinigt und mit Eisenglimmer, einem besonders beständigen Korrosionsschutz, gestrichen. Fast eine Woche waren Vater und Tochter am Werk.

Der Gemeinderat hat mittlerweile auch den Auftrag zur Herstellung der neuen Treppenstufen vergeben. Sie werden von einer Hauensteiner Schlosserei als Gitterrost-Stufen ausgeführt. Sind die Stufen montiert, dann wird auf dem Plateau des Felsens auch die Aussichtsplattform neu hergerichtet und eventuell vergrößert. Für die Gesamtmaßnahme, die wohl erst im Frühjahr abgeschlossen sein wird, sind im Haushalt 20.000 Euro vorgesehen.

Wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann mitteilte, musste aus Sicherheitsgründen nun auch der Aufstieg zu einem weiteren Aussichtsfelsen im Süden der Wasgaugemeinde gesperrt werden. Die unteren Stufen der Leiter, die hoch zum Lanzenfahrter Felsen führt, seien nicht mehr verkehrssicher. Auch hier stellt sich für die Reparatur das Problem, dass die benötigten Materialien nicht per Fahrzeug an den Fels gebracht werden können. Allerdings sei die Reparatur dort nicht so aufwendig wie am Backelstein auf der anderen Talseite.