Unterstellmöglichkeit für den Weltrekordschuh am Museum soll nahezu das Doppelte kosten

6. Februar 2020
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HAUENSTEIN. Die unfrohe Botschaft kam ganz am Ende der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstagabend: Wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann mitteilte, habe das Planungsbüro „arnold + partner“ (Pirmasens) der Gemeinde am 10. Dezember eine aktuelle Kostenschätzung für den Bau einer dauerhaften Unterstellmöglichkeit für den Weltrekordschuh am Museum vorgelegt, die von einer glatten Verdopplung der Kosten ausgeht: Statt den im Mai 2018 geschätzten Kosten in Höhe von 180.000 Euro soll die Maßnahme nun 357.000 Euro kosten.

Wie mehrfach berichtet, ist am Deutschen Schuhmuseum eine umfängliche Sanierung geplant. Neben der Sanierung von Dach, Fenstern und Außenfassade (aktuell geschätzte Kosten: 225.000 Euro) und der Verlegung des Eingangsbereichs (44.625 Euro) war auch eine attraktive Unterbringung für den Weltrekord-Wanderschuh vorgesehen, den das Unternehmen Schuh-Marke 2006 herstellen ließ und 2008 der Gemeinde übergab. Dieser Schuh soll nun am neuen Eingang, der an der südlichen Längsseite vor dem Querbau positioniert werden soll, in einem eigenen vitrinenartigen Anbau präsentiert werden.

Zur Sache: Der Weltrekordschuh

2006 feierte die Firma Schuh-Marke ihr 33-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Schnapszahlen-Jubiläums war die Enthüllung des größten Schuhs der Welt, dessen Vorbild ein Wanderschuh aus dem Hause Lowa war: Der aus rehbraunem Nubukleder von einem Team um den Hauenstein Arthur Leidner gefertigte Riesenschuh hat die Schuhgröße 1071, ist 1 500 Kilogramm schwer, stolze 714 Zentimeter lang, 250 Zentimeter breit und 440 Zentimeter hoch, die Schnürsenkel sind bei einem Durchmesser von fünf Zentimetern 120 Meter lang. Mit diesen Maßen fand er in die Guiness Rekorde-Bibel und in eine Rekorde-Show von RTL.

2008 übereignete das Schuhunternehmen den Riesenschuh dem Museum, wo er lange auf einem Tieflader und unter einer Plane präsentiert wurde, die den Schuh nur unzulänglich vor den Unbilden der Witterung schützen konnte. Schon seit geraumer Zeit bemühte sich man deshalb sich um eine angemessene Unterbringung des Schuhs, die nun im Zuge der Sanierung des Museums errichtet werden soll. (ran)

Für die Gesamtmaßnahme sollten insgesamt 495.000 Euro investiert werden, für die es aus Bundesmitteln eine Förderung von 330.000 Euro gibt. Während die Fördersumme gedeckelt ist und gleich bleibt, erhöhen sich nun die Gesamtkosten nun auf 627.000 Euro, sodass der ursprünglich erwartete kommunale Eigenanteil von 165.000 Euro auf 297.000 Euro steigt. Um den Zuschuss aus Berlin nicht zu gefährden, musste noch am vergangenen Freitag –dem Tag nach der Ratssitzung- dem Bundesbauministerium offiziell per Ratsbeschluss bestätigt werden, dass die Finanzierung auch des höheren gemeindlichen Anteils sichergestellt sei.

Dem stimmte der Rat zu. Die extreme Steigerung sorgte jedoch für ungläubiges, ja verärgertes Kopfschütteln: „Für diesen Betrag kann man ja ein Wohnhaus finanzieren“, war mehrfach zu hören. Sowohl Patrick Stöbener (FWG) als auch Manfred Seibel (Grüne) betonten, dass die ursprünglich geschätzten Kosten von 180.000 Euro schon als Höchstgrenze verstanden worden sei. Der Beigeordnete Stefan Kölsch (Grüne) regte deshalb auch eine Überplanung der Maßnahme an. „Wir müssen bei der Ausführungsplanung und bei der Umsetzung ganz genau hinschauen, massiv Kosten sparen und konsequent auf jeden Cent schauen“, sagte Ortschef Zimmermann.

Die Mehrkosten hatte der Planer unter anderem damit begründet, dass Kostenschätzungen lediglich über einen „Schärfegrad von plus/minus 20 bis 30 Prozent“ verfügen, weil sie lediglich „auf einer ersten Konzeptplanung basieren“. Für das Zuschuss gebende Ministerium sei nun eine „ausführliche Kostenberechnung“ erforderlich geworden, die auf der Basis der aktuell angepassten Planung erstellt worden sei und sich auf „konkrete Massen“ und die „aktuelle Baupreissituation“ beziehe. Das habe zu dem gegebenen Ergebnis geführt. Zusätzliche Kosten in Höhe von 33.000 Euro, die in der ersten Kostenschätzung nicht enthalten waren, entstünden zudem auch unter anderem durch die barrierefreie Zuwegung samt Außenbeleuchtung.

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Bekiffte Autofahrer
Hinterweidenthal (ots) - In der Nacht auf Mittwoch, kurz vor Mitternacht, kontrollierten Beamte der PI Dahn in der Hauptstraße einen Pkw Skoda. Bei dessen Fahrzeugführer, einem 33-jährigen Mann aus dem Landkreis Südwestpfalz, konnten während der Kontrolle deutliche Anzeichen auf Betäubungsmittelkonsum festgestellt werden. Ein Drogentest ergab, dass der Mann Cannabis konsumiert hatte, worauf ihm die Weiterfahrt untersagt und die Entnahme einer Blutprobe veranlasst wurde. Heute gegen 11.25 Uhr wurde im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf der B 10 im Baustellenbereich bei Hinterweidenthal ein 36-jähriger Pkw-Fahrer aus Dresden kontrolliert. Auch bei ihm waren deutliche Anzeichen auf Betäubungsmittelkonsum festzustellen, weshalb ein Drogentest durchgeführt wurde, der ebenfalls positiv hinsichtlich des Konsums von Cannabis verlief. Auch in diesem Fall musste die Weiterfahrt untersagt und die Entnahme einer Blutprobe veranlasst werden. |pidn (Polizeidirektion Pirmasens)

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Folgenreiche Weinprobe
Hinterweidenthal (ots) - Aufgrund auffälligen Fahrverhaltens wurde durch Beamte der Polizei Dahn gestern Nachmittag gegen 17 Uhr auf der B 10 der Fahrer eines Pkw Mercedes kontrolliert. Bei dem 62-jährigen Mann aus dem Landkreis Trier-Saarburg konnte deutlicher Alkoholgeruch festgestellt werden. Ein Alcotest ergab 1,41 Promille. Der Mann gab an, von einer Weinprobe an der Weinstraße zu kommen und auf dem Nachhauseweg zu sein. Seiner Lebensgefährtin auf dem Beifahrersitz hatte der Wein aber wohl nicht zugesagt. Sie war nüchtern und konnte später ihren Lebensgefährten nach Hause fahren. Aber erst, nachdem dessen Führerschein sichergestellt und ihm eine Blutprobe entnommen worden war. |pidn (Polizeidirektion Pirmasens)