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Vorbereitungen laufen das Bad unterhalb des Backelsteins je nach Corona-Lage schon Anfang Mai zu eröffnen

HAUENSTEIN. Ob, wie und wann die Freibäder in die Badesaison 2021 starten können, das steht noch in den Corona-Sternen. Gleichwohl werden in Hauenstein die Vorbereitungen getroffen, das Bad unterhalb des Backelsteins je nach Corona-Lage schon Anfang Mai zu eröffnen. „Wir können dabei auf die guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr bauen“, sagte Ortschef Michael Zimmermann.

Im vergangenen Jahr hatte das Bad –trotz Corona und trotz einer gegenüber den Vorjahren deutlich verspäteten Eröffnung im Juni- ein zufriedenstellendes Ergebnis eingefahren. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen und stehen im Ergebnis mit 26.000 Besuchern deutlich besser als erwartet da“, konstatierte der Ortsbürgermeister. War man zu Beginn der Badesaison noch von Corona bedingten Mehrausgaben von 40.000 Euro ausgegangen, so wurden im Saldo lediglich zusätzliche Ausgaben in Höhe von 10.000 Euro errechnet, zumal es auch Einsparungen bei der Aufsicht und bei den Unterhaltungsmaßnahmen gab, wie Jochen Kerner von den Werken mitteilte.

Überraschend: Was die Zahl der Besucher angeht, war das Jahr 2020 trotz der Corona-Einschränkungen „nicht das schlechteste der vergangenen Jahre“, so Kerner: 2014 seien weniger Besucher ins Bad gekommen. Eine Schlussrechnung für das vergangene Jahr liege allerdings noch nicht vor.

Derzeit werde das beliebte Bad „ausgewintert“, teilte Zimmermann mit. Die Saison 2021 werde man mit dem gleichen Hygienekonzept fahren, das sich im vergangenen Jahr bewährt habe. Das Bad soll täglich von 10 bis 19 Uhr seine Pforten öffnen. Gleichzeitig dürfen sich 500 Badegäste auf dem weitläufigen Gelände aufhalten. Damit das eingehalten werden kann, findet eine Eingangs- und Ausgangszählung statt.

Eine Anmeldung, wie sie in anderen Bädern praktiziert wurde, ist nicht notwendig. Es gibt auch keine Beschränkung der Aufenthaltsdauer im Bad. Das Schwimmerbecken ist in drei Bahnen eingeteilt, in denen sich gleichzeitig und mit gebotenem Abstand insgesamt höchstens 36 Schwimmer bewegen dürfen. Das Nichtschwimmerbecken kann, wie es im Konzept heißt, „ganz normal unter Einhaltung des Abstandsgebotes“ genutzt werden kann.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Im vergangenen Jahr hatte man aber auch den Verkauf von Dauer- und Familienkarten verzichtet. Sie werden für die Saison 2021 wieder angeboten. Der Verkauf startet aber erst dann, wenn Klarheit über die Öffnung des Bades herrscht. Auch für Inhaber von Dauerkarten gilt das Prinzip der Schlange. Sie müssen sich wie alle anderen Badegäste in die Warteschlange einreihen.

Im laufendem Jahr sind im Schwimmbad Investitionen in Höhe von 69.000 Euro vorgesehen. Unter anderem soll ein energetisches Konzept erstellt werden, für das Kinderbecken soll ein Sonnensegel beschafft werden und am Kiosk soll eine Überdachung installiert werden. Nach den Plänen wird das Bad 2021 einen Verlust von 265.000 Euro einfahren.