„Wer diese Plakette bekommt, ist Premium.“

20. Februar 2020
By
image_pdf

Foto: Der parlamentarische Staatsekretär im Berliner Innenministerium, Dirk Wanderwitz, übergab dem Hauensteiner Schuhmuseum Plaketten, die die Einrichtung als “Nationales Projekt des Städtebaus” ausweisen. Unser Foto zeigt bei der Übergabe v.l. Hauensteins Bürgermeister Michael Zimmermann, VG-Chef Werner Kölsch, MdB Anita Schäfer, Staatsekretär Wanderwitz, Museumsleiter Carl-August Seibel und sein Stellvertreter Gerhard Seibel (ran)

HAUENSTEIN. Dass das Hauensteiner Schuhmuseum vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) als „Nationales Projekt des Städtebaus“ besonders gefördert werde, das bezeichnete der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU) am Mittwochnachmittag als „Auszeichnung mit einmaliger Strahlkraft“. Er überreichte an Museumschef Carl-August Seibel eine entsprechende Plakette: „Wer diese Plakette bekommt, ist Premium.“

Der Staatsekretär betonte, dass es „enorm wichtig“ sei, „Schaufenster dessen zu bewahren, was eine Region in ihrer Geschichte geprägt und groß gemacht“ habe. Deshalb sei im Rahmen des Projektes im vergangenen Jahr, dessen Schwerpunkt auch die Förderung von historischen Industriebauten mit musealer Nachnutzung gewesen sei, neben den „spannenden Projekt Schuhmuseum“ auch ähnliche Einrichtungen wie das „Salzmuseum“ in Lüneburg und das „Textilmuseum“ in Forst (Lausitz) ausgewählt worden. Für Hauenstein habe –gerade vor dem Hintergrund des Bauhaus-Jubiläums- auch die Bauhaus-Architektur eine besondere Rolle gespielt.

Carl-August Seibel betonte denn auch, dass bei „unserem Schuhmuseum das Gebäude ja das größte Exponat darstellt“. Es gelte, den prägenden Bauhausstil eins zu eins zu erhalten. Das Museum sei „ein Prunkstück für die Region“, das der ehemalige Museumsleiter Willi Schächter „zu dem gemacht hat, was es heute ist“. Hier sei die Bundesförderung „gut angelegt“, zumal das Museum „im Ehrenamt und mit einem Minibudget“ laufe.

Die Hauensteiner Einrichtung war im vergangenen Jahr mit bundesweit 34 weiteren Projekten unter 118 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt worden. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Förderung der geplanten Sanierung des Museums in Höhe von 330.000 Euro. Wie berichtet, sollen an dem historischen Bauhausgebäude Dach, Fenster und Außenfassade (aktuell geschätzte Kosten: 225.000 Euro) saniert werden, der Eingangsbereichs verlegt werden (44.625 Euro) und der „Weltrekordschuh“ in einem Glaskubus untergebracht werden. Ende des Jahres hatten die nahezu verdoppelten Kosten für diese Maßnahme –statt der zunächst geplanten 180.000 Euro standen 357.000 Euro im Raum- zu intensiven Diskussionen im Dorf geführt.

„Wir kriegen das hin“, zeigte sich Carl-August Seibel optimistisch, dass die Finanzierung der Maßnahme machbar werde. Gespräche mit den beteiligten Akteuren würden geführt. Die Sanierung, der Umbau und auch die Umgestaltung der Ausstellung seien für die Verantwortlichen eine „Herzensangelegenheit“, für die er bei seinen Mitstreitern „Euphorie“ verspüre.

Seibel übergab dem Staatssekretär ein paar Seibel-Schuhe. Und die passten dem Sachsen so gut, dass er sie gleich am Fuß behielt, als er von Gerhard Seibel durch das Museum geführt wurde. MdB Anita Schäfer (CDU) hatte den Besuch des Staatsekretärs arrangiert und ihm die Region als „faszinierende Landschaft mit faszinierenden Dörfern und faszinierenden Menschen“ vorgestellt. Wie Wanderwitz unterstrich, habe sich die Abgeordnete intensiv dafür eingesetzt, dass das Museum in den Genuss der Bundesförderung gekommen sei. (ran)

Zwei Einbrüche in Firmengebäude
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag, zwischen 18:00 Uhr 07:00 Uhr, brachen unbekannte Täter in zwei benachbarte Firmen in der Industriestraße ein. Es wurde jeweils ein Fenster eingeschlagen. Die Täter suchten offensichtlich gezielt nach Bargeld. Schränke wurden nicht durchwühlt. In einem Fall entnahmen die Täter das Bargeld aus einer Geldkassette, die in einem Schreibtisch aufbewahrt wurde. Hier wurde der Gesamtschaden auf 500 Euro taxiert. Im anderen Fall deuteten ein geöffneter Schuhkarton und eine offenstehende Schranktür auf die Suche der Täter hin. Entwendet wurde hier nichts. Der Sachschaden liegt bei circa 250 Euro. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail pipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens)

Anzeige