Zurück zum alten Festplatz

HAUENSTEIN. Da hat es sich der Frühling gerade noch einmal überlegt, hat nach einem verregneten Sonntagvormittag die Wolken aufreißen lassen und einen blau-weißen Himmel hingezaubert, der dem Hauensteiner Frühlingsfest einen passenden Rahmen gab. Auch der „neue“ alte Platz trug zum Gelingen bei.

Höhepunkt des Festes war ein bunter Umzug der Kinder aus den beiden Kitas und der Grundschule, die mit farbenfrohen Ballons, zum Teil mit Sommertagsstecken, mit geschmückten Fahrrädern und anderen „Fahrzeugen“ und mit frühlingshaftem Kopfschmuck von der Marienschule zum Lorenz-Wingerter-Platz zogen. Begleitet wurde der farbenfrohe  Zug vom Musikverein, der bekannte Frühlingsweisen intonierte.

Zur Sache: Die Platzdiskussion

Seit die örtlichen Feste –auch Kerwe oder der Weihnachtsmarkt- auf dem Johann-Naab-Platz stattfinden, gibt es die Diskussion um diesem Festplatz, mit dem die Hauensteiner „fremdeln“.Deshalb kehrte man heuer zum „alten“ Festplatz zurück, um zu sehen, ob der Rathausplatz dem Fest und den Schaustellern eine bessere Frequenz bescheren würde. Besuch und der Umsatz seien „deutlich besser als auf dem Johann-Naab-Platz, den die Leute einfach nicht angenommen haben“, war am Montag die Schaustellerfamilie Christ aus Lemberg zufrieden, die die Gemeinde zu einem Wechsel des Standorts gedrängt hatte.

Ortsbürgermeister Bernhard Rödig stellte am Montag fest, dass zum guten Besuch sicher auch die Organisation der Ausgabe der Sommertagsbrezel und der Freifahrtscheine beigetragen habe, weil deren Platzierung die Kinder und ihre Eltern „automatisch auf den Festplatz weiter leiteten“. Dort sei „alles enger zusammen gerückt und das vermittelt den Eindruck, dass was los ist“, meinte Rödig.

Auch habe die OG in diesem Jahr 500 Fahr-Gutscheine gekauft, die in der Schuhmeile beim Einkauf ausgegeben wurden, um auch von dort Besucher auf den Platz zu locken. „Das ist nach Aussage des Betreibers auch teilweise gelungen“, berichtete der Ortschef. Offen sei noch, ob der Vertag von der Schaustellerfamilie verlängert werde.

„So, wie es aussieht, wird der obere Rathausplatz auch künftig als ,Kerweplatz‘ genutzt werden“, stellte Rödig fest. Eine Rückkehr von Keschde- und Weihnachtsmarkt dorthin sei allerdings wohl nicht möglich, weil dort für diese beiden großen und aufwendigen Feste die Infrastruktur nicht ausreiche. (ran)

Auf dem Platz im Dorfzentrum, auf den nach Jahren auf dem Johann-Naab-Platz die Willkommensfeier für den Frühling zurückgekehrt war, gestalteten dann die Grundschulkinder vor vielen Zuhörern ein Programm mit Liedern, Gedichten und Flötenstücken, das Konrektorin Susanne Münch moderierte, das von ungezählten Smartphones aufgezeichnet und mit viel Beifall aufgenommen wurde.

Zum Schluss gab’s das „Luftballonlied“ und nach einem Countdown ließen die Kinder –begleitet von der Musik des Musikvereins- die rund 250 Ballons mit selbst gestalteten Kärtchen in den sonnigen Himmel steigen. Und das war dann erneut ein imposant farbenfrohes Bild. Für alle, deren Kärtchen über die Post zurück nach Hauenstein finden, wird’s kleine Preise geben.

Nach dem mit viel Beifall aufgenommenen Programm spendierte der Förderverein des THW den Kindern eine Sommertagsbrezel, von der Gemeinde gab’s Freifahrtscheine für die Fahrgeschäfte, die in diesem Jahr wieder auf dem alten Platz vor dem Rathaus aufgebaute waren: „Dieser Platz hat einfach eine andere Atmosphäre als der Platz vor dem Bürgerhaus“, war eine immer wieder gehörte Meinung.

Nach dem Umzug füllte sich der Festplatz, Buden und Fahrgeschäfte waren umlagert.  Auch das Festzelt, wo der Förderverein der Feuerwehr die Gäste bewirtete, und wo am Samstagabend Dieter Geisinger musiziert hatte, war gut besucht. Das Frühlingsfest hatten die örtlichen Geschäfte zu einem verkaufsoffenen Sonntag genutzt. (ran)