Zustimmung für den 37-jährigen Studienrat Weißler aus Schwanheim

15. September 2020
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HAUENSTEIN. Patrick Weißler oder Thomas Weisgerber? Am 27. September werden die Wählerinnen und Wähler in der VG Hauenstein entscheiden, wer von diesen beiden als Einzelbewerber angetretenen Kandidaten das Büro des Bürgermeisters der VG Hauenstein beziehen wird. Immerhin 51,2 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

Überraschend ist der hohe Grad an Zustimmung für den von der FWG VG unterstützten 37-jährigen Studienrat Weißler aus Schwanheim, dem nicht weniger als 41,4 Prozent der Wähler (1522 Stimmen) auf dem Stimmzettel ankreuzten, bei insgesamt fünf Kandidaten ein fast überragendes Ergebnis. Und nicht weniger überraschend ist, dass der Lauterer Thomas Weisgerber als Kandidat von außen mit 18,4 Prozent (676 Stimmen)  auf Rang zwei, zwar   sehr deutlich hinter Weißler, aber in der Stichwahl landete.

Auf den Plätzen drei und vier ging es ganz eng zu: Lagen zwischen Weisgerber und Günter Schneider auf Rang drei mit 15,5 Prozent (571 Stimmen) immerhin 105 Stimmen, so hatte Schneider, der von der CDU unterstützt wurde, vor dem SPD-Kandidaten Thomas Kästner (15,3 Prozent), der im Wahlkampf viel SPD-Prominenz aufgeboten hatte, gerade mal neun Stimmen Vorsprung. Abgeschlagen landete Einzelbewerber Tobias Walter mit 9,3 Prozent (342 Stimmen) auf dem fünften Platz

Patrick Weißler zeigte sich gestern Abend, als das vorläufige Endergebnis feststand, „überwältigt“: Nach vielen „positiven Gesprächen“ im Wahlkampf habe er „wohl mit der Stichwahl gerechnet, aber nicht mit dieser tollen Zustimmung“, sagte er. Jetzt gelte es, die noch fehlenden Stimmen aus den anderen Lagern zu gewinnen. Er freue sich auf „zwei spannende Wochen“ und einen „weiterhin fairen Wahlkampf“ mit Thomas Weisgerber, vor dessen Ergebnis als Kandidat von außen er „nur den Hut ziehen“ könne.

„Angenehm überrascht und schon ein bisschen stolz“ auf sein Ergebnis als Außenseiter kommentierte Thomas Weisgerber das Votum der Bürgerinnen und Bürger. „Offensichtlich haben meine im Wahlkampf betonten Merkmale überzeugt“, sagte er. Er wisse, dass die Stichwahl mit Patrick Weißler für ihn eine weitere große Herausforderung bedeute. „Aber die Karten werden neu gemischt. Ich werde versuchen, weitere Wähler ins Boot zu holen.“ Auch er setze weiter auf einen „fairen und sachlichen Wahlkampf“.

Die Enttäuschung darüber, dass es nicht für die Stichwahl gereicht hatte, konnte SPD-Kandidat Thomas Kästner nicht verbergen. Ihn hatten viele in der entscheidenden Runde in vierzehn Tagen erwartet. „Das Wählervotum zählt. Es war ein fairer Wahlkampf. Glückwunsch an Patrick Weißler und Thomas Weisgerber!“, meinte er.

Hinter den Kandidaten und den Wählerinnen und Wählern lag ein ruhiger Wahltag. Nicht nur um die Mittagszeit herrschte im Hauensteiner Wahllokal in der Marienschule, wo schon am Eingang ein Mitarbeiter der Verwaltung auf die Einhaltung auf die Einhaltung der Hygieneregeln aufmerksam machte, wenig Betrieb. Auf genau vorgegeben Wegen, mit Maske und im Einbahnverkehr wurden die Wählerinnen und Wähler in einen der vier Stimmbezirke geleitet. Im Wahllokal selbst musste sich der Wähler zur Identifikation „demaskieren“, ehe er seine Stimme abgeben konnte.

Lange Schlangen gab es dann nicht: „Es ist ruhig“, kommentierten die Wahlhelfer im Stimmbezirk 301 den Verlauf. Gegen 14 Uhr meldete ein anderer Hauensteiner Stimmbezirk eine Wahlbeteiligung –inclusive Briefwähler- von 45 Prozent. Nicht wenige hatten ja –was die Wahlbeteiligung angeht- ein fatales Desinteresse an der Wahl befürchtet und geunkt, dass man wohl nur wenig mehr als 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler an die Wahlurnen bewegen könne.

Dass dieses Debakel ausbleiben würde, hatte sich allerdings schon Mitte der vergangenen Woche abgezeichnet, als bereits über 25 Prozent der Wähler ihre Briefwahlunterlagen angefordert und erhalten hatten. Das Desaster blieb in dem befürchteten Ausmaß aus. Aber eine Wahlbeteiligung von über 51 Prozent ist im Vergleich zur Kommunalwahl 2019, als bei der Wahl zum Verbandsgemeinderat über 70 Prozent ihre Stimmen abgaben, nicht unbedingt ein starkes Signal nach Mainz, dass diese VG Hauenstein erhaltenswert ist. (ran)

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Schwerverletzter Motorradfahrer nach Verkehrsunfall auf B48
B48, Rinnthal-Johanniskreuz (ots) - Am Sonntagmorgen kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der B48 zwischen Rinnthal und Johanniskreuz. Ein 30-jähriger Motoradfahrer befuhr als letzter einer Dreier-Gruppe die B48 von Rinnthal kommend in Fahrtrichtung Johanniskreuz. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der Motorradfahrer in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte anschließend mit einem Felsvorsprung. Der Fahrer wurde hierbei schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die B48 war zur Unfallaufnahme eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. An dem Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 12000 Euro. (Polizeidirektion Landau)