Zwei Behindertenbeauftragte in der VG Hauenstein

6. Dezember 2021
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Foto: Hans Wietstock (links) uns Raymund Burkhard (rechts) sind die Behindertenbeauftragte der VG Hauenstein. Bürgeremeister Patrick Weißler (Mitte) führte sie in ihr neues Amt ein. (ran)

HAUENSTEIN. Mit Hans Wietstock und Raymund Burkhard (beide Hauenstein) hat die Verbandsgemeinde Hauenstein erstmals zwei Behindertenbeauftragte installiert. Bürgermeister Patrick Weißler führte das Duo in das neue Amt ein.

„Wir sind sehr froh, dass wir zwei kompetente Leute bestellen konnten, die aus beruflichen beziehungsweise familiären Gründen eine besondere Nähe zu dem Bereich haben“, konstatierte der Bürgermeister. Der 66-jährige Hans Wietstock, der beruflich immer in der Schuhindustrie beschäftigt war, hat einen 30-jährigen schwer behinderten Sohn, Raymund Burkhard, derzeit in der Passiv-Phase der Altersteilzeit, verfügt über berufliche Erfahrungen als Pfleger in Krankenhäusern, der Psychiatrie und in Altersheimen und war 25 Jahre lang Leiter des Hauses an der Queich in Wilgartswiesen, einer Pflegeeinrichtung für Blinde und mehrfach behinderte Menschen.

„Wir wollen Behinderten und ihren Angehörigen vor allen Dingen als Ansprechpartner und beratend zur Seite stehen“, sagen Hans Wietstock und Raymund Burkhard. Sie seien keine Sachbearbeiter, könnten aber Lösungswege und Hilfen aufzeigen. Das fange mit Hinweisen zu den verschiedenen Förder- und Zuschussmöglichkeiten für Behinderte an, gehe über Hilfen beim Umgang mit Ämtern, Behörden und Einrichtungen bis hin zur Beratung über mögliche Förderung notwendiger Umbauten. „Wir wollen ein niederschwelliges Angebot bieten und helfen, dass behinderte Mitmenschen zu ihrem Recht kommen und weitgehend am Leben teilnehmen zu können“, sagen Wietstock und Burkhard, die auch schon Kontakt mit den „Kollegen“ Martin Miller und Mitch Schreiner aus Dahn aufgenommen haben.

Bei ihrer Tätigkeit sei es eine Hilfe, die „Welt“ aus der Perspektive der Behinderten zu sehen. Dann falle beispielsweise auf, wie oft Behindertenparkplätze –in Hauenstein namentlich am Marktplatz und am Edeka-Markt- blockiert würden. Darauf angesprochen, höre man von den Falschparkern mit „Ich wollte doch nur mal kurz…“ immer die gleiche Entschuldigung, die freilich wenig helfe. Ärgerlich seien auch durch PKW zugeparkte Gehwege, die keinen Platz für Rolli-Fahrer ließen.

Auch die Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen oder von Gaststätten sei nicht immer behindertengerecht. Hier könne man Hinweise geben. Oft seien es auch nur Kleinigkeiten, wie Hans Wietstock berichtet: Die Rampe am Parkplatz Landauer Straße zum Friedhof sei von Bewuchs überwuchert gewesen und für den Rollstuhl nur schwer passierbar. Ein Hinweis an den Bauhof habe für Abhilfe gesorgt. Auch er habe bereits einen „Hilferuf“ erhalten, berichtet Burkhard: Ein Hauensteiner bat um Hilfe bei seinem Anliegen, vor seinem Haus einen Behindertenparkplatz einzurichten.

„Die beiden Männer haben den entsprechenden fachlichen Hintergrund, sehen, wo es fehlt, und wissen, was es heißt, mit Behinderten umzugehen“, sagte Patrick Weißler. Deshalb seien sie in der Lage, Betroffene, Behinderte und ihre Angehörigen zu beraten, ihnen zu helfen und Türen zu öffnen. Dem Verwaltungschef ist es auch wichtig, die beiden Beauftragten als Ansprechpartner zu haben, die auch die Verwaltung in allen Behinderte betreffenden Angelegenheiten beraten können.

Verkehrsunfall mit Personenschaden – Frontalzusammenstoß zwischen Pkw und Lkw
Hinterweidenthal, B10 Höhe Katharinenhof (ots) - Am Montag, den 06.12.2021 gegen 19:30 Uhr ereignete sich auf der B10, Pirmasens - Landau, Höhe des ehemaligen Katharinenhofs ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Sattelzugkombination. Ersten Ermittlungen zufolge befuhr der 52-jährige Fahrer aus dem Saarpfalz-Kreis mit seinem Ford Focus die B10 von Pirmasens kommend in Richtung Landau. Am Beginn der zweispurigen Richtungsfahrbahn kam er nach einer Linkskurve aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenspur und kollidierte dort frontal mit einer entgegenkommenden Sattelzugkombination, geführt von einem 50-jährigen Mann, ebenfalls aus dem Saarpfalz-Kreis. Durch den Zusammenstoß wurde der Pkw in die Böschung geschleudert. Der Führer des Pkw war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Freiwillige Feuerwehr Hauenstein geborgen werden. Der Pkw-Fahrer wurde schwerstverletzt, der Lkw-Fahrer leichtverletzt. Beide Männer wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die vorerst geschätzte Sachschadenshöhe dürfte sich bei 40000 Euro befinden. Zur Rekonstruktion des Unfalles wurde ein Unfallgutachter hinzugezogen. Die B10 war für die Zeit der Unfallaufnahme für fünfeinhalb Stunden vollgesperrt. Die Straßenmeistereien Dahn und Annweiler leiteten den Verkehr weiträumig um./pidn (Polizeidirektion Pirmasens)